Sonnenschein Familie

Meine Lebensgeschichte

Ich wurde  am 17.11.1958 in Karlsruhe, Baden Württemberg, geboren.

Um 12Uhr 10 Minuten erblickte ich das Licht der Welt.

Ich kam zu früh auf die Welt und meine Eltern dachten, 

dass ich es nicht schaffe, aber diesen Gefallen tat ich ihnen nicht,

und darüber waren sie eigentlich ganz schön sauer. 

Ich wurde gleich im Krankenhaus getauft, auf dem Namen Rita Latchin.

 

Nach dem Krankenhaus kam ich zu meinen Eltern und meinen drei

Geschwistern. Es sind 2 Buben und ein Mädchen, aber eigentlich 

habe ich noch eine Schwester, die nach mir gekommen ist, 

die aber Gott sei Dank noch im Krankenhaus gestorben ist. 

Sorry, dass ich Gott sei Dank schreibe, aber sie ist ganz bestimmt auch

unerwünscht gewesen und hätte vielleicht das Selbe durchgemacht wie ich.

Ja, und einen Halbbruder habe ich auch noch der nach mir kam, 

das habe ich aber erst erfahren so nach ca. 33 Jahren.

 

Wir wohnten also ganz am Anfang bei meiner Oma im Haus in Wörth, 

Rheinland Pfalz. Na ja, ich war ja nicht erwünscht und hatte kein

schönes Leben vor mir. 

Ich hatte mich sogar, als ich 6 Jahre war, vor einen Lastwagen gestellt, 

in der Hoffnung, das er mich überfährt und ich nicht mehr da bin,

damit ich endlich meine Ruhe habe.

 

Meine Eltern ließen sich, als ich 6 Jahre war scheiden, denn mein Vater

und meine Mutter, na ja, sie vertrugen sich nicht, und zu meiner Mutter 

kamen wir nicht, ich weiß auch nicht genau warum. 

Jedenfalls kamen wir alle vier zu meinem Vater in eine zwei Zimmer

Wohnung von meiner Oma. Das war Küche und Schlafzimmer, 

wo wir Kinder alle in einem Raum schliefen und meine Eltern in der Küche. 

Da zogen wir wieder aus, denn meine Tante zog dann mit ihrer Familie

zu meiner Oma und sie bekam das ganze Ober-Geschoss, zwei Zimmer mehr.

 

Wir zogen dann nach Baden Württemberg, Knielingen, gehört zu Karlsruhe. 

Dort gingen wir zur Schule und Schulehort. 

Ich hatte immer sehr große Angst vor meinem Vater wenn er uns vom 

Schulehort alle abholte. Ich riss auch mal mitten in der Nacht aus, 

wollte zu meiner Oma laufen, es war Winter und ich lief mit meinen

Hausschuhen aus dem Haus. Ich war schon sehr weit gelaufen als mich 

die Polizei aufgriff, aber ich wollte doch nicht nach Hause, jedenfalls 

musste ich es doch und auf die Tracht Prügel hätte ich gerne verzichtet.

 

Als ich so ca.7  Jahre alt war, zogen wir dann nach Mühlburg, Karlsruhe,

und meine Eltern heirateten sich wieder, oh nein, da hatte ich ja schon

wieder eine mehr, die mich tyrannisieren konnte, nämlich meine Mutter. 

Wir hatten jetzt eine viel größere Wohnung, eine mit drei Zimmern.

 

Ich hatte überhaupt keine schöne Kindheit. 

In der Schule, na ja, da war ich nicht all zu gut, 

in der Grundschule hatte ich eine ganz liebe Lehrerin, 

die mich ganz toll aufnahm, denn ich hatte Schwierigkeiten

und schrieb immer pfälzisch weil ich den Pfälzer-Dialekt sprach,

aber sie half mir und es wurde bald darauf besser.

 

Ich lief von zu Hause ein paar mal weg und musste immer wieder 

nach Hause, wenn mich die Polizei aufgriff. 

Mensch warum nur, warum ist das nur so.

 

Als ich so 13 Jahre alt war hatten sich meine Eltern wieder scheiden 

lassen und ich war erst mal froh darüber. 

Vielleicht hatte ich jetzt mal das Glück und ich durfte mal was reden

zu Hause, nicht nur ja und nein oder nur wenn es mir erlaubt wurde 

zu sprechen. Jedenfalls wurde ich in der Schule besser und der Lehrer 

wunderte sich sehr. 

 

Aber meine Mutter, na ja, sie hatte einen Freund 

und er war echt ganz nett zu mir, aber nicht falsch verstehen, 

er sprach mit mir und fand es einfach nicht korrekt, was meine Mutter 

mit mir machte und er hatte sich  sehr oft eingemischt, 

wenn meine Mutter mich verprügelte. 

Dann sagte sie, dass er was von mir wolle und das stimmte überhaupt nicht. 

Er trennte sich von meiner Mutter und er wünschte mir, 

dass ich es irgendwann mal besser habe in meinen Leben. 

Jetzt war es noch mehr die Hölle auf Erden denn ich war ja Schuld 

dass ihr Freund gegangen war.

 

Mein Hobby war singen, ich sang viele Lieder von Marianne Rosenberg 

und hatte auch viele Auftritte. Meiner Mutter gefiel das sogar, 

denn das wollte sie früher eigentlich auch immer und sie begleitete 

mich dann auch manchmal, obwohl ich das gar nicht mochte. 

Da wollte mich dann jemand zum Tanzen auffordern hinterher, 

oh nein dachte ich, was will der alte Mann von mir und ich sagte, 

tanzen sie doch bitte mit meiner Mutter. 

 

Sie kamen dann zusammen, aber meine Mutter hat sich nicht geändert 

mir gegenüber und das passte ihrem Freund gar nicht. 

Als sie das erste Mal bei ihrer Schwiegermutter auftauchte, oh je, 

denn der Freund meiner Mutter war ja 14 Jahre jünger als sie. 

Da war seine Mutter erschrocken, sie dachte, er bringt eine Rita mit, 

also mich, denn von mir hat er erzählt. 

Und dann rastete meine Mutter aus als sie heim kam, 

ich hätte was mit ihm, und den Rest brauche ich ja nicht erzählen.

Ich war froh, als ich 18 Jahre alt war und endlich ausziehen konnte,  

jetzt kann mir keiner mehr was sagen dachte ich, 

aber mein Vater machte mir immer noch die Hölle auf Erden, 

meine Mutter nicht mehr.

 

Ich durfte keine Ausbildung machen, denn mein Vater wollte 

für mich nicht mehr zahlen, vielleicht war es auch gut so, 

denn sonst hätte ich mit 18 Jahren nicht ausziehen können. 

Ich arbeitete in einem Geistig-Behinderten-Heim für Kinder, 

ich wollte dort ein Jahr arbeiten und dann weiter in die Schule 

für Erzieherin, denn ich wollte eigentlich immer Kindergärtnerin

werden, ich liebte Kinder. 

 

Jedenfalls packte ich das nicht und suchte mir was Anderes, 

ich arbeitete bei "Heinrich Heine" und war in der Abteilung Post 

untergebracht, leider übernahm dann "Otto Versand" den

"Heinrich Heine", der Name blieb und "Otto Versand" brachte seine 

eigenen Leute in den Betrieb und wir wurden fast alle entlassen. 

Hatte aber gleich wieder einen Job bei der "Landes-Polizeidirektion" 

in der Küche, aber es war echt schlimm, ich war die jüngste, 

und  war irgendwie Hahn im Korb und der Chef von der Küche 

hatte eine Auge auf mich geworfen. 

 

Die Frauen waren gar nicht von mir begeistert und deshalb  

suchte mir dann bei den Amerikanern einen Job, 

am 1. April 1979 erst in der Küche und dann machte ich Abendschule 

und kam danach 1981 im Personalbüro unter, dort lernte ich meinen 

späteren Mann bei der Arbeit kennen, beim Amerikaner im Personalbüro. 

Wir sahen uns jeden Tag weil wir ja im gleichen Büro arbeiteten. 

Eigentlich muss ich ja sagen, ich hatte sehr große Angst vor Männer. 

Aber eins verstehe ich heute noch nicht, wie kann ich dann als 

einzige Frau plötzlich mit so vielen Männern zusammen arbeiten, 

mit 159 Männern und ich als einzige Frau.

(Der Grund warum ich das nicht verstehe ist : " Ich würde als ich 9 Jahre alt war bis zu meinem 11 Lebensjahr von einem Familien Mitglied sehr oft Sexuel Missbrauchst. Mit 14 Jahr von zwei Jugentliche am Tage ein paar Leute standen auf den Balkon aber sie unternahmen nichts. Mit 18 Jahre und 18 1/2 Jahren vergewaltigt und später in der Ehe.")

 

Na ja, dann heiratete ich ihn und das war mein großer Fehler. 

Hochzeit am 29. Juli 1983 mit "Wolfgang M." mit dem ich ja 

so lange zusammen im Personalbüro gearbeitet habe. 

 

1984 da hatte ich mal wieder meine chronische Bronchitis 

und war bei einen Hals-Nasen-Ohren Arzt in Behandlung, 

aber der machte bei einer Spiegelung Pfusch und traf meinen 

Trigeminus-Nerv, in meiner rechten Gesichtshälfte vom Auge 

bis zur Unterlippe und Wange habe ich dadurch Dauerschmerzen 

und muss damit Leben.

 

Ich will mich hier bei meiner "Freundin Chris" bedanken, 

denn sie hat mich damals bei meinem Mann heraus geholt, 

sonst wäre mir noch weiß was passiert. 

Es war August 1990, ohne Chris wäre ich wahrscheinlich noch 

ganz untergegangen und dafür bin ich ihr sehr dankbar.

 

Ich schleppte mich dann so hin, Chris hatte mich aufgenommen, 

aber ich bekam ganz schnell eine Wohnung, und da wohne ich noch heute. 

Chris zeigte mir, was es heißt zu leben, aber ich musste auch sparsam sein, 

denn mein Ex hinterließ mir eine Menge Schulden 35000 DM, 

na ja, ich arbeitete wie ein Brunnenputzer, nach der Arbeit ging ich 

an 3 Stellen putzen, am Wochenende bei einer Wach-und Schließgesellschaft 

von 6 Uhr bis 18 Uhr oder manchmal auch 20 Uhr, kam darauf an, 

ich brauchte ja jeden Pfennig.

 

Ich wohnte jetzt zwar alleine, aber mein Vater ließ mir noch immer 

keine Ruhe. In der Ehe nicht, und jetzt erst recht nicht. 

Aber dann lernte ich "Kenneth T." kennen, ich sah ihn 

und wusste, er ist es. 1992 war das. Als ich meine Schulden 

alle bezahlt hatte, da erfüllte ich mir einen ganz großen Wunsch. 

Ken und ich waren uns einig, wir wollten ein Baby.

Es klappte auch gleich, Am Sonntag den 10.Sept.1995 wurde dann 

unser Junge "Danny M." geboren.

 

Ich muss noch eins dazu sagen, meinen ehemaligen Geburtsnamen 

wollte ich niemals mehr annehmen denn ich hasse meinen Vater, 

eigentlich meinen Ex Mann auch. Deshalb heißt Danny auch M., 

denn ich bin nicht mit Ken verheiratet und werde es auch niemals sein.

 

Ich bekam nach der Geburt meines Sohnes eine Störung des 

Hormonhaushaltes, eine Stoffwechsel-Erkrankung ein Lymhödem 

und Elefantenbeine, meine Arme, einfach mein ganzer Körper 

ist davon betroffen.

 

Mir geht es nicht so gut, habe überall nur Schmerzen, 

aber mein Danny, er ist es wert, weshalb ich überhaupt noch lebe. 

Egal wie ich jetzt aussehe, und von der Umwelt verachtet werde. 

Ich bin ja sowieso nicht verwöhnt im Vertrauen zu den Menschen.

 

Na ja, so ein großer Lebenslauf sollte es eigentlich nicht werden, 

habe ja vieles ausgelassen, sonst hättet ihr es wahrscheinlich 

gar nicht erst gelesen *g*

 

Ich bin auch so froh, dass es den Computer gibt, 

denn da habe ich ein paar ganz liebe, nette Menschen kennen gelernt 

die mich so nehmen wie ich bin, egal wie ich aussehe.

 

Ich muss jedes Jahr, seit dem Jahr 2000, in eine Klinik, 

dort haben auch alle Lyphödem. 

Es sind immer so 4 Wochen, wenn es geht soll ich im Jahr 

2 mal dorthin gehen. Es macht mich immer sehr traurig, 

weil ich da immer Heimweh habe, denn dort wo ich hingehe, 

dass ist fast 300 km von Karlsruhe entfernt.

 

In der Zwischenzeit habe ich es auch mit dem Herzen, 

und hohen Blutdruck, seit ich das ganze Wasser im Körper habe. 

Arthrose in allen Fingern, in den Ellenbogen und in den Schultern, 

so wie in den Knien. Bekam auch noch Diabetes, 

und meine Leber will nicht mehr durch die ganzen Medikamente 

die ich schon so lange nehme.

 

In der Schilddrüse habe ich einen Knoten der raus sollte. 

Ich falle öfters um, weil es mir fast nur noch schwindelig ist. 

Darf nicht mehr alleine aus dem Haus, nur noch mit Begleitung 

und es kommt so selten vor dass ich raus komme, 

und das geht dann auch nur mit einer Geh-Hilfe, 

und wie gesagt nur mit jemand zusammen. 

Habe einen Tumor im Kopf. Die Nieren arbeiten nicht mehr so recht.

Habe nur Schmerzen vom Kopf bis zum Zeh. Mein Herz ist sehr schwach, sehe auf beide Augen noch 20% bin Diabetikerin usw.

Sind im März nach langen Jahren umgezogen in eine Behinderte gerechte Wohnung und es ist einfach super schön mit einer Terreasse und begehbare Dusche.

 

Würde mich auch freuen wenn Ken mehr Zeit für uns hätte, 

aber leider muss er Schicht arbeiten und das Samstag und Sonntag 

so wie Feiertags auch.

 

Aber das Wichtigste ist, ich habe meinen Sohn und der gibt mir den Halt. 

Habe so oft Depressionen und Angstzustände, aber meine Gedanken, 

die dann verrückt spielen, holen mich wieder zurück und sagen, 

nein, du hast einen Sohn, einen Sohn der dir zeigt, dass du geliebt wirst, 

und der mich noch braucht. 

Habe Danny so sehr lieb, kann es gar nicht in Worte  fassen.

 

Ich bin nicht christlich, aber ich danke Gott, egal wie krank ich bin, 

egal weshalb und weswegen ich nach der Geburt krank geworden bin, 

ich bin so froh das ich ein so liebes, nettes Kind habe, 

dass mir zeigt, dass ich Leben darf.

Danke für alles



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